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Prozess gegen Juventus-Manager wegen Manipulation eröffnet

Der ehemalige Direktor von Juventus Turin, Luciano Moggi, steht mit weiteren 25 Personen vor Gericht. Dem 71-Jährigen wird vorgeworfen, mit Hilfe korrupter Schiedsrichter mehrere Spiele der Meisterschaften 2004-05 und 2005-06 manipuliert zu haben. Auch wird er beschuldigt, eine kriminellen Vereinigung gebildet zu haben, um so Einfluss auf Italiens Fussballsystem nehmen zu können.

Milan-Boss Silvio Berlusconi war überrascht über Moggis Absicht, ihn als Zeuge laden zu lassen. „Ich wüsste nicht, wie ich ihm von Nutzen sein könnte“, erwiderte der italienische Ministerpräsident.

Vor zwei Wochen war Moggi von einem Gericht in Rom zu 18 Monaten Gefängnis und einer fünfjährigen Berufssperre verurteilt worden, sein Sohn Alessandro zu 14 Monaten Haft. Wegen Moggis Verwicklung im Manipulationsskandal hatte der italienische Fussballverband Juventus Turin die Meistertitel der Spielzeiten 2004/05 und 2005/06 aberkannt. Sollte Moggi freigesprochen oder wieder zu einer milden Strafe verurteilt werden, ist davon auszugehen, dass Juventus die Widerrufung dieses Beschlusses verlangen wird.

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