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Silvio Berlusconi für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen

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Es klingt wie blanker Hohn gemixt mit Ironie, und doch ist es trotz aller Aussichtslosigkeit Realität: Eine Gruppe junger, männlicher Verehrer hat den italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi als nächsten Träger des Friedensnobelpreises vorgeschlagen.

Zwar dürfte der Ministerpräsident wissen, dass der Vorschlag chancenlos ist. Geschmeichelt kann sich der 72-Jährige dennoch fühlen. Berlusca-Verehrer Giammario Battaglia hat eine Internetseite ins Leben gerufen, die Berlusconis Kandidatur voranbringen soll. Battaglia, was auf Deutsch soviel wie „Schlacht“ oder „Feldzug“ bedeutet, gehört selbst der Berlusconi-Partei „Volk der Freiheit“. In seiner Begründung scheint es, als sei Berlusconi Sankt Martin und Heiliger Christopherus in einer Person: So habe er doch das Bündnis Italien-USA gestärkt, die Russland-Georgien-Krise im vergangenen Sommer beigelegt, den Israel-Palästina-Konflikt besänftigt sowie das Verhältnis Italien-Libyen verbessert.

Julius Müller-Meiningen schreibt in der Rheinischen Post: „Während für den Rest der Welt die angeblich guten Beziehungen Italiens nicht so erheblich sind, ist die Lage in Israel so schwierig wie lange nicht. Dass Berlusconi in der Georgien-Krise seinen guten Draht zu Wladimir Putin hat spielen lassen, mag sein. Gut, dass nur renommierte Persönlichkeiten Empfehlungen für den Friedensnobelpreis aussprechen können.“

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