Wie sah Rom zu Goethes Zeiten aus? Mit der Ausstellung „Piranesi, Rembrandt der Ruinen“ zeigt die Casa di Goethe ein Rom, das es nicht mehr gibt, obwohl vieles auch heute noch Wiedererkennungseffekt hat.

Bis zum 15. Januar 2012 widmet Deutschlands einziges Museum im Ausland dem berühmten Kupferstecher Giovanni Battista Piranesi (1720-1778) eine Ausstellung aus eigenen Beständen und stellt damit einen wichtigen Teil seiner Sammlung vor. Im Mittelpunkt steht eine Auswahl von 35 frühen Abzügen aus Piranesis monumentalstem Werk, der Vedute di Roma.

Mit insgesamt 135 Einzelblättern hatte der gelernte Architekt in seiner kühnen und unverwechselbaren Manier die antiken und neueren Sehenswürdigkeiten Roms vorgestellt. Der “Rembrandt der Ruinen” (so Giovanni Ludovico Bianconi 1779 in der Biographie Elogio storico del Cavalier Giambattista Piranesi) schilderte Monumente wie die Triumphbögen oder die Engelsburg mit einer Leidenschaft, die den unbelebten Dingen eine Seele verlieh. Ob Piazza del Popolo, Kolosseum, Piazza Navona, Petersplatz… damals wie heute sind Nachdrucke und Kopien der zwischen 1747 und 1778 enstandenen Vedute ein beliebtes Souvenir. ENIT

Casa di Goethe
Via del Corso 18 (Piazza del Popolo), 00186 Roma
www.casadigoethe.it
Öffnungszeiten: 10.00 – 18.00. Montags geschlossen. Eintritt € 4,00, reduziert € 3,00

Foto by paukrus licensed under CC BY-SA 2.0