Am 21. Mai 2010 öffnet die Bayerische Landesausstellung „Bayern-Italien” ihre Pforten. Bis zum 10. Oktober werden in Füssen und Augsburg bayerisch-italienische Beziehungsgeschichten erzählt. Während in Füssen unter dem Motto „Kaiser, Kult und Casanova” die Zeit von der Antike bis 1800 dargestellt wird und sich im Augsburger Textil- und Industriemuseum alles um das Thema „Sehnsucht, Strand und Dolce Vita” dreht, steht im Augsburger Maximilianmuseum der Kunsttransfer der Renaissance im Zentrum.

Dass die Sehnsucht nach Italien keine moderne Erfindung ist – davon kann man sich ab dem 21. Mai im Maximilianmuseum überzeugen, wo sich ein Teil der Bayerischen Landesausstellung dem intensiven kulturellen Austausch widmen wird. Unter dem Titel „Künstlich auf welsch und deutsch” präsentiert das Maximilianmuseum hochwertige Kunst aus der Renaissancezeit. Große Namen sind vertreten wie Tizian, Albrecht Dürer, Hans Burgkmair, Hans Holbein d. Ä. und Elias Holl.

Eine lange Geschichte verbindet Bayern und Italien – eine Geschichte von Herrschern und Händlern, Heiligen und Künstlern, Reisenden und Gelehrten: Im Kloster St. Mang in Füssen, das am Fuß der Alpen und nahe Schloss Neuschwanstein sowie der Wieskirche liegt, werden die bayerisch-italienischen Verbindungen von der Antike bis ins frühe 19. Jahrhundert gezeigt. Über die Via Claudia kamen Waren und neue Götter nach Bayern. Bayerische Handelshäuser hatten ihren Sitz in Venedig, und die italienische Barockkunst hielt Einzug in Bayerns Kirchen und Klöster. In Augsburg wird die Geschichte im Staatlichen Textil- und Industriemuseum (tim) bis in die Gegenwart fortgeführt: die Sehnsucht nach Kultur, Sonne und Meer zog die Italienreisenden seit dem 19. Jahrhundert gen Süden. Dagegen lockte das Versprechen eines besseren Lebens viele Italiener in den Norden. Weiterhin werden im Maximilianmuseum „das Welsche und das Deutsche“ in der Kunst des 15./16. Jahrhunderts beleuchtet. Italienische Impulse prägten in der Reichsstadt Augsburg Kunst und Architektur und hinterließen nachhaltige Spuren, die vom Maximilianmuseum aus in der Stadt erschlossen werden können. Text: HDBG, IIC – Foto: HDBG

Termin

21. Mai 2010 bis 10. Oktober 2010 von 9.00 bis 17.30 Uhr

Ausstellungsorte

Füssen, ehemaliges Kloster St. Mang, Lechhalde 3
Augsburg, Maximilianmuseum, Fuggerplatz 1
Augsburg, Staatliches Textil- und Industriemuseum, Provinostraße 46

Veranstalter

Haus der Bayerischen Geschichte, Stadt Füssen, Stadt Augsburg, Staatliches Textil- und Industriemuseum (tim)

Weitere Informationen

Haus der Bayerischen Geschichte
Anmeldung zu Führungen: 0821 45057457